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🔥 KI-Welt im Umbruch: Baidu bettelt, CoreWeave protzt

🔥 KI-Welt im Umbruch: Baidu bettelt, CoreWeave protzt
Credit: midjourney

Guten Morgen aus San Francisco,

Baidu wirft das Handtuch. Der chinesische Suchgigant verschenkt seine Premium-KI-Modelle und legt den Quellcode offen. Ein deutlicheres Notsignal gibt es kaum.

ByteDance und Moonshot AI ziehen mühelos vorbei. Baidu knickt ein und integriert sogar die Konkurrenz-KI in die eigene Suche. Die Botschaft? In China zählt nicht die beste KI. Es gewinnt, wer sie am schlauesten einsetzt.

🚀 Und aus dem Valley kommt der nächste Börsen-Kracher: CoreWeave zündet die IPO-Rakete mit 35 Milliarden Dollar Bewertung. Die Zahlen glänzen, OpenAI und Microsoft winken mit Mega-Deals.

Ein kleiner Schönheitsfehler? Microsoft steuert 62 Prozent zum Umsatz bei. Aber hey - mit solchen Freunden schlafen Investoren ruhiger. 💤

Stay curious,

Marcus Schuler


Baidu verschenkt seine KI-Kronjuwelen

shallow focus photography white crown hanging decor
Photo by Megan Watson / Unsplash

Baidu wirft seine KI-Strategie über Bord. Der einstige Pionier macht seine Premium-Modelle kostenlos und öffnet den Quellcode – ein Verzweiflungsakt im Kampf gegen die hungrige Konkurrenz.

Das neue Modell Ernie X1 soll mit DeepSeek mithalten. Es prahlt mit besseren Gesprächen, schnelleren Berechnungen, klügerem Denken. Nur: Das behaupten alle.

Baidus Stern sinkt. ByteDance und Moonshot AI überholten den Konzern mühelos. Selbst die Integration des Konkurrenzmodells DeepSeek R1 in die eigene Suchmaschine zeigt die Not.

Der Deal mit YY Live spült 2,1 Milliarden Dollar in die Kassen. Das Geld fließt in Rechenzentren. Ob das reicht?

Warum das wichtig ist:

  • Ein Großkonzern verschenkt seine Kronjuwelen - mehr Panik geht nicht
  • Chinas KI-Markt zeigt: Nicht die Technologie entscheidet, sondern ihre Anwendung

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KI Photo des Tages

Credit: @la_boogie via midjourney
Prompt: Giant minotaur found on beach, with a person posing next to it, hyper-realistic, full-body shot.

35 Milliarden Dollar: CoreWeave plant Mega-IPO

turned on monitoring screen
Photo by Stephen Dawson / Unsplash

CoreWeave wagt den Sprung an die Börse. Der KI-Infrastruktur-Anbieter aus dem Silicon Valley peilt eine atemberaubende Bewertung von 35 Milliarden Dollar an.

Die Vorzeichen stehen gut. Chip-Designer Arm verdoppelte seinen Börsenwert seit dem IPO 2023. Reddit legte sogar um 250 Prozent zu – dank eines lukrativen Deals mit OpenAI.

CoreWeave selbst trumpft mit beeindruckenden Zahlen auf. Der Umsatz explodierte 2024 auf 1,9 Milliarden Dollar. Ein frischer Vertrag mit OpenAI verspricht weitere 11,9 Milliarden über fünf Jahre.

Aber es gibt einen Haken: Microsoft steuerte 2023 satte 62 Prozent zum Umsatz bei. Einige Konkurrenten wie Databricks und Cerebras haben ihre Börsenpläne bereits verschoben.

Warum das wichtig ist:

  • Der erste große KI-Börsengang 2024 wird zum Gradmesser für die gesamte Branche
  • CoreWeave zeigt: Man kann auch mit nur zwei Großkunden zum Börsenliebling werden – wenn diese Microsoft und OpenAI heißen

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"Sie saugen uns aus": Scharfe Kritik an OpenAI & Co.

Credit: YouTube

"Die KI-Konzerne pflegen eine vampiratige Beziehung zu den freien Wissensquellen", meint Tech-Kolumnistin Molly White in einem Essay auf ihrer Website Citationneeded.news.

Eine Aussage wie ein Paukenschlag.

Der Text trifft einen wunden Punkt: Die Tech-Giganten zapfen Wikipedia an und verschlingen Serverkapazitäten. Sie verschweigen die Quellen ihrer Weisheiten. Sie meiden jede Verantwortung.

Besonders pikant: Die selbsternannten KI-Visionäre schwärmen von künstlicher Superintelligenz - und erklären simple Quellenangaben für "unlösbar". White spottet über diesen Widerspruch.

Warum das wichtig ist:

  • White entlarvt die Doppelmoral: Die Tech-Elite predigt Innovation, knausert aber bei der Grundlagenfinanzierung
  • Die KI-Konzerne sägen am eigenen Ast: Ohne lebendige Wissensprojekte versiegt ihre Futterquelle

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KI & Tech News


Anthropic macht Claude 3.7 effizienter

Anthropic trimmt seinen Chatbot Claude auf Sparflamme: Neue Cache-Tricks und Tools sollen bis zu 90 Prozent der Kosten einsparen. Entwickler müssen dafür kaum Code ändern - und die KI merkt sich endlich wichtige Infos, statt sie bei jeder Anfrage neu zu verschlingen.

KI revolutioniert Startup-Szene, jubelt Y Combinator

Zehn Mitarbeiter erwirtschaften zehn Millionen Dollar - dank KI-Robotern, die den Code schreiben. Y-Combinator-Chef Garry Tan verkündet stolz: Ein Viertel seiner Startups lässt 95 Prozent der Programmierung von Maschinen erledigen. (Stichwort: Vibe Coding, mehr weiter unten.👇 ).

China erfindet den Tech-Helden neu

Ein SWAT-Team beschützt einen Programmierer beim Abendessen, während Fans sein Haus belagern - so schildert die Londoner Times den Heimatbesuch von DeepSeek-Gründer Liang Wenfeng. In seinem Dorf verkaufen sie jetzt "Top-Gelehrten-Würstchen" und feiern Chinas neuen Steve Jobs. 🌭🤖

Shopping-Riesen kopieren Social Media

eBay und Etsy schlagen einen neuen Kurs ein: Sie klauen schamlos bei TikTok und Instagram. Die Plattformen wollen ihre Nutzer mit KI-gesteuerten Feeds zum Kaufrausch verführen - genau wie die sozialen Medien, berichtet das Wall Street Journal. Die Strategie leuchtet ein: TikTok-Shopper geben jährlich 820 Dollar für Spontankäufe aus.

Bluesky plant KI-Bremse für Nutzer

Bluesky gibt seinen Nutzern mehr Kontrolle über ihre Daten. Das Social Network entwickelt neue Einstellungen, mit denen User festlegen können, ob KI-Firmen ihre Posts zum Training nutzen dürfen. Die Initiative kommt allerdings spät – KI-Unternehmen saugen längst munter Daten von der Plattform ab, wie CEO Jay Graber kleinlaut einräumen musste.

Apple plant Super-Diät fürs iPhone

Apple schrumpft das iPhone. Der Tech-Gigant entwickelt ein radikal dünneres Modell namens iPhone 17 "Air", das etwa 2 Millimeter flacher sein soll als bisherige Geräte – allerdings muss die Single-Kamera-Fraktion dann auf einen physischen SIM-Slot verzichten. Wer hätte gedacht, dass Apples Abspeck-Programm ausgerechnet in China für lange Gesichter sorgen könnte.

Musk 1: KI-Giganten setzen auf schnelles Urteil

Elon Musk und OpenAI treffen sich schon im Herbst vor Gericht. Der reichste Mann der Welt wirft seinem Ex-Partner Sam Altman Verrat vor: Die gemeinsam gegründete KI-Firma sollte der Menschheit dienen - jetzt jagt sie Milliarden. OpenAI kontert kühl und erinnert Musk an seinen gescheiterten Tesla- Übernahmeversuch.

Der oberste US-Breitband-Beauftragte fliegt raus - und schießt zum Abschied scharf gegen Elon Musk. Die neue Regierung wolle ländliche Gebiete mit langsamem Satelliteninternet abspeisen, nur um "den reichsten Mann der Welt noch reicher zu machen", warnt Evan Feinman in einer brisanten Mail an seine Mitarbeiter.

Von RSS zu Netflix: Stirbt der klassische Podcast?

Was einst ein einfacher Audio-Feed war, ist heute ein multimediales Vermarktungslabyrinth. Laut Bloomberg steckt die Podcast-Branche in einer existenziellen Identitätskrise, während YouTube und Spotify mit Video experimentieren und Netflix Comedy-"Specials" produziert, die eigentlich Podcasts sind.


Credit: midjourney

KI decoded 🔓: Vibe Coding

Wtf... ist Vibe Coding? Yep. Genau richtig. Coden mit "Gfühl". Klingt strange, prägt aber die Realität in Entwickler-Teams hier im Silicon Valley.

Code nach Gefühl: Der heimliche Standard der Branche 🤔

Es ist das bestgehütete Geheimnis der Tech-Branche: Entwickler programmieren nach Gefühl. Sie tippen, was sich richtig anfühlt. Sie ändern Code, bis er irgendwie funktioniert. Und manchmal klappt das sogar.

Die Spezies der Vibe Coder tritt in faszinierenden Variationen auf:

Der Zuversichtliche 🦁
Er kopiert fremden Code mit absoluter Überzeugung. Wenn das Programm abstürzt, beschuldigt er die Framework-Updates. Seine Lieblingssätze: "Bei mir lief's" und "Das muss am System liegen".

Die Framework-Surferin 🏄‍♀️
Sie beherrscht die Grundlagen von 27 Frameworks - aber keins so richtig. Ihr LinkedIn-Profil listet Technologien, bei denen sie mal "Hello World" getippt hat. In Meetings sagt sie "React" besonders fachmännisch.

Der Legacy-Flüsterer 👻
Er betreut uralten Code, den niemand mehr versteht. Seine Änderungen basieren auf Mustern statt Logik. Sein Mantra: "Diese drei verschachtelten Schleifen müssen wichtig sein - sie tauchen überall auf."

Die Stack-Overflow-Künstlerin 🎨
Sie erschafft Frankensteins Monster aus Code-Schnipseln. Ihre Programme funktionieren durch göttliche Fügung. Nach dem "Warum" fragt sie nicht - es könnte den Zauber brechen.

Der KI-Versteher 🤖
Er lässt ChatGPT seinen kompletten Code schreiben. Versteht zwar kein Wort, aber dafür geht alles viel schneller. Bei Bugs fragt er einfach die KI - die versteht den Code ja schließlich auch nicht.

Die Debug-Poetin 🔍
Sie ändert zufällig Variablennamen, bis der Fehler verschwindet. Ihre Commits beschreibt sie mit "Diverse Verbesserungen" oder "Updates". Dokumentation findet sie überbewertet.

Ihre Spuren finden sich überall:

"// TODO: Später aufräumen"

"# Nicht anfassen - funktioniert irgendwie"

"/* Magic numbers - don't touch */"

"// Keine Ahnung warum, aber ohne diesen Loop crasht alles"

Sie alle eint eine Überzeugung: Wer zu lange nachdenkt, verpasst die Deadline. 🤷‍♂️


Die nächste Generation von KI-Tools wird diese Entwicklung noch beschleunigen. Bald werden Entwickler Code deployen, den weder sie noch die KI vollständig durchschauen. Aber hey - solange der User nichts merkt... 😅

Die Tech-Leads schauen wohlwollend zu. Auch sie waren mal Vibe Coder. Nur würden sie das niemals zugeben. 🤫